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Kriegerverein

Im März 1904 wurde unter Leitung des damaligen Ortsvorstehers Anton Kräutle ein Kriegerverein gegründet, welchem 18 aktive und 12 passive Mitglieder beitraten. Die Fahnenweihe wurde im engeren Kreis der Ortangehörigen am Pfingstmontag gefeiert. Den kirchlichen Akt der Weihe wurde durch den Pfarrverweser Schaupp vollzogen.

Am 25.02.1905 feierte der Kriegerverein erstmals das Geburtsfest seiner Majestät allergnädigsten Königs Willhelm des II. Schultheiß Kräutle brachte den Königstoast aus, in welchen der Verein mit Begeisterung einstimmte.

Auf dass an seine Majestät gemachte Huldigungsschreiben traf folgende Antwort ein: Euer Wohlgeboren beehre ich mich höchstem Befehle gemäß mitzuteilen, dass seine königliche Majestät von dem neuen Militärverein zu allerhöchst ihrem Geburtsfest dargebrachten Glückwünsche wohlwollend entgegenzunehmen geruhten und für die hin durch bestätigte Aufmerksamkeit und Anfänglichkeit gnädigst danken zu lassen indem ich Euer Wohlgeboren ersuchen darf, hiervon auch den übrigen Beteiligten Kenntnis zu geben, beharre ich hochachtungsvoll für den Kabinettschef Gültingen.

Jährlich abwechselnd mit dem Fahrradverein „Concordia“ spielten die Mitglieder des Kriegervereins in der Weihnachtszeit ein Theaterstück im jeweils überfüllten Adlersaal.

Die Standarte des Kriegervereins wurde beim Einmarsch der Amerikaner zu Ende des zweiten Weltkrieges zerstört.


Darlehenskassenverein Nasgenstadt

Gegründet 1924 bei 26 anwesenden Mitgliedern unter Vorsitz von Franz Xaver Ersing. Als Rechner stellte sich Anton Borst zur Verfügung, nach ihm nahm die Familie Bausenhart in zwei Generationen diese Aufgabe war.

Nach anfänglichen Auflösungsgedanken wurde der Darlehenskassenverein unter Vorsitz von Josef Bailer umfirmiert zur Spar- und Darlehenskasse und 1969 zur Raiffeisenbank. Diese verlor 1981 ihre Selbstständigkeit, durch das bestehende Kreditwesengesetz und wurde der Raiffeisenbank Ehingen angeschlossen.


Kirchliche Vereine / Brüderschaften

Im Diözesanarchiv Rotteburg lassen sich im Repertorium des Archivs der Pfarrei Nasgenstadt folgende christliche Zusammenschlüsse finden :

  • 1719 -1838 Allerseelenbruderschaft
  • 1729 – 1821 Toten - Bruderschaft
  • 1894 – 1935 Christlicher Familienverein
  • 1896 -1936 Corporis Christi Brüderschaft. Gegründet von dem damaligen Pfarrer Werrer zur Ordnung und Gestaltung der Fronleichnamsprotzzession
  • 1925 Missionsverein, der ein Steinkreuz südlich der Sakristei errichten lies.

Fahrradverein „Concordia“

Nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1920 wurde in Nasgenstadt der Radfahrverein „Concordia“ gegründet. Zwanzig sportbegeisterte junge Männer aus dem Dorf schlossen sich in der Interessengemeinschaft zusammen.

1921 ging es mit einem geschmückten, an die Räder gehängten Wägelchen zum Umzug auf die Alb nach Altheim, wobei die mitfahrenden Festwagen von der Jury bewertet wurden (siehe Bild).

Im Sommer 1923 fand eine Hindernisfahrt über die Donau statt. Pflöcke wurden in das Flussbett geschlagen und darauf 30 cm breite Dielen genagelt, die sich zum Teil auf 10 cm verjüngten. Über diesen Steg musste der Fluss überquert werden, um den geschicktesten Radler zu ermitteln.

Jährlich abwechselnd mit dem Fahrradverein „Concordia“ spielten die Mitglieder des Kriegervereins in der Weihnachtszeit ein Theaterstück im jeweils überfüllten Adlersaal.

Der letzte Vorstand der „Concordia“ war Karl Kley, der die 50 x 50 cm große noch existierende Vereinsstandarte verwahrte. Die Standarte zeigt ein Rad aus deren Radnabe zwei Taubenflügel entspringen, sowie die auf Samt goldfarben gestickte Aufschrift: „Radfahrverein – Gott mit uns 19 Nasgenstadt 23“. 15 verschiedene Erinnerungsbänder an Veranstaltungen und ein purpurfarbenes Band „Gestiftet von den Festdamen 27. Mai 23 (Namen der Damen im Bild) sind in der Standarte befestigt.

Von links: Franz Knaisch, Anton Kräutle, Anton Wörz, Josef Bailer, Albert Kräutle, Josef Bausenhart, Otto Kräutle, Anton Borst, Matthäus Zimmermann, Gretel Ersing, Xaver Borst, Karl Bitterle, Josef Ruß, Max Bitterle, Karl Kley, Josef Ströbele, Wilhelm Schüssler,. Festdamen rechts im Bild: Christine Wörz, Maria Wörz, Maria Ruß, Maria Oberdorfer. Am Rathausfenster: Bürgermeister Anton Kräutle; Fenster 1. Stock Lehrerehepaar Schmid